Airbus

EADS-Chef fordert höhere staatliche Hilfen für Airbus

Im Konkurrenzkampf mit dem US-Flugzeugbauer Boeing hat der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS höhere staatliche Hilfen gefordert. Die EU habe errechnet, dass Boeing im Jahr 2006 von der US-Regierung Subventionen für Forschung und Technologie in Höhe von 800 Millionen Dollar erhalten habe, sagte EADS-Chef Louis Gallois der "Berliner Zeitung" von Samstag. "Wir dagegen mussten uns mit 60 Millionen Euro von den europäischen Regierungen begnügen", fügte Gallois hinzu. "Das kann so nicht bleiben. Die europäische Luftfahrtindustrie muss in ähnlichem Maße wie die amerikanische unterstützt werden", forderte er. Es gehe dabei "schlicht darum, wieder faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen".

Angesichts des schwachen Dollarkurses bekräftigte Gallois seine Absicht, die Produktion von Airbus verstärkt in den Dollar-Raum zu verlegen. Dabei sollten auch Standorte in Niedriglohnländern wie Indien oder Mexiko entstehen. "Damit werden wir nicht nur unabhängiger vom Dollar, wir erschließen auch neue Märkte und erhalten Zugang zu neuen Technologieressourcen", sagte Gallois der Zeitung. Die Automobilindustrie habe der Luftfahrtindustrie derartige Verlagerungen "längst vorgemacht", sagte der EADS-Chef. Airbus macht der hohe Euro-Kurs schwer zu schaffen: Das Unternehmen produziert bislang größtenteils zu Kosten in Euro, muss seine Flugzeuge aber zu Dollarpreisen verkaufen. (AFP)


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