Verhandlungen über Flughafenentgelte in Frankfurt

BARIG: Vorstellungen von Fraport können Zukunft des Luftverkehrsstandortes Deutschland gefährden

Das Board of Airline Representatives in Germany e.V. BARIG schlägt Alarm: Die Entgeltverhandlungen zwischen den Fluggesellschaften und Flughafenbetreiberin Fraport drohen zu scheitern. Das bisherige Verhandlungsangebot der Fraport sieht eine jährliche stufenweise Steigerung der Entgelte zwischen 2012 und 2015 um insgesamt 20 Prozent bis zum Ende der Vertragslaufzeit vor. Dies ist aus Sicht der Airlines nicht akzeptabel. Damit ist auch der im Dezember 2009 ausgehandelte Kompromiss über die schrittweise Anhebung der Entgelte um 13,1 Prozent bis Ende 2011 in Gefahr. Dieser stand unter dem Vorbehalt, dass sich die Systempartner bis 19. Februar 2010 über die weitere Entwicklung bis 2015 einigen.

Dazu erklärt BARIG-Generalsekretär Martin Gaebges: „Wir wollen mit Fraport zusammen am Standort Frankfurt wachsen. Frankfurt soll aus unserer Sicht die Nummer 1 in Europa werden. Dies geht aber nur, wenn wir hier marktkonforme und wettbewerbsfähige Konditionen erhalten. Der Frankfurter Flughafen ist heute schon deutlich teurer als europäische Mitbewerber. Die jetzige Verhandlungsposition würde den Abstand nochmals deutlich vergrößern.

Erst ab 2012 bestehen an dem derzeit am Limit Flughafen wieder Wachstumsmöglichkeiten für unsere Mitglieder. Bei konservativer Planung können wir bis 2015 über 25 Prozent mehr Passagiere befördern und damit zur Prosperität des Flughafens beitragen. Dazu werden am Standort Frankfurt Milliarden in Flotte und Infrastruktur investiert. Deswegen streben wir ein Modell an, dass dieses Wachstum auch in der Gestaltung der Entgelte würdigt. Wenn die Airlines durch höheres Wachstum zur Prosperität des Flughafens beitragen, sollten sie durch entsprechend günstigere Entgelte belohnt werden. Die geforderten zusätzlichen 20 Prozent Entgelterhöhungen würden der Wettbewerbsfähigkeit von Frankfurt schaden, das geplante Wachstum hemmen, Arbeitsplätze kosten und die gesamte Region in Mitleidenschaft ziehen.“

www.barig.org


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