Umfrage: Brandenburger Gewässer vor allem im Inland beliebt
Die Seen und Flüsse Brandenburgs sind vor allem bei deutschen Wassersportlern ein beliebtes Urlaubsziel. Das geht aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie des Tourismuskontors M im Auftrag des Brandenburger Regionennetzwerks «Aktiv in der Natur» hervor. Die Untersuchung basiere auf der ersten großangelegten Gästebefragung unter Wassertouristen, sagte der Geschäftsführer der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH, Dieter Hütte.
Für die Studie wurden insgesamt 2045 Wassersportler in neun Brandenburger Revieren befragt. Die Erhebung erfolgte zwischen Juni und September. Sie unterscheidet nach Gästen mit eigenen oder gemieteten Motorbooten sowie nach Kanuwanderern.
Die Erstinformation über Wassersport-Möglichkeiten im Land erhielten die Touristen demnach vorwiegend von Freunden und Bekannten (39 Prozent). Rund zwölf Prozent wurden durch Reiseführer angelockt. Zehn Prozent wurden über das Internet aufmerksam, sechs Prozent über die Medien. 94 Prozent der Gäste stammen den Angaben zufolge aus Deutschland, zwei Prozent aus den Niederlanden, ein Prozent aus der Schweiz.
Als Hauptmotiv für eine Reise per Boot gaben die Befragten «Schönheit der Landschaft» an. Auf Platz zwei liegt «Baden», gefolgt von Ortsbesichtigungen und dem Besuch von Sehenswürdigkeiten. Jeder Fünfte verbringt demnach neben der Wasserreise einen Zusatzaufenthalt in der Region.
Brandenburgs Gewässer werden mit den Berliner Wasserstraßen und den Binnengewässern in Mecklenburg-Vorpommern als «Blaues Paradies» vermarktet. Zusammen gelten sie als größtes Wassersportrevier in Europa. Zudem gilt Brandenburg als wasserreichstes Binnenland der
Bundesrepublik. Den Angaben zufolge gibt es in Brandenburg 3000 Seen und 33 000 Kilometer schiffbare Fließgewässer.
ddp/til/mwa
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