Brandenburg setzt auf touristische Kooperation mit Berlin und Polen
Auch die neue Brandenburger Landesregierung wird nach Angaben von Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) auf die Entwicklung des Tourismus setzen. Dabei gelte es, insbesondere die internationale Vermarktung Brandenburgs als attraktives Reiseziel voranzutreiben, sagte Christoffers am Freitag auf dem 17. Brandenburgischen Tourismustag in Frankfurt (Oder). Sein Ziel sei es, dazu die Kooperation mit Berlin als Magnet für internationale Gäste auszubauen.
Auch die Kontakte zur polnischen Nachbarregion sollen erweitert werden, sagte Christoffers, der auch Europaminister ist. Die deutsch-polnischen Euroregionen seien landschaftlich reizvoll, Touristen sollten auch die andere Seite der Grenze erkunden. Die Zusammenarbeit etwa im Wasser- und Kulturtourismus könne ausgebaut werden. Er regte daher an, Interreg-Mittel der EU noch stärker im touristischen Bereich einzusetzen.
Die märkische Tourismuswirtschaft habe sich trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise als «ziemlich krisenfest» erwiesen, sagte Christoffers weiter. Nach derzeitigen Prognosen sei davon auszugehen, dass Brandenburg die Gäste- und Übernachtungszahlen aus dem Rekordjahr 2008 auch in diesem Jahr wieder erreichen werde. In den ersten acht Monaten des Jahres habe das Bundesland gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von 0,3 Prozent bei den Gästezahlen und von 1,2 Prozent bei den Übernachtungen erzielt.
Er gehe davon aus, dass Brandenburgs Tourismuswirtschaft bis Ende des Jahres mindestens die Zahlen des Rekordjahres 2008 erreicht, sagte auch der Geschäftsführer der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, Dieter Hütte. Möglicherweise könnten die Übernachtungszahlen sogar um ein bis zwei Prozent darüber liegen. Hotels, Pensionen und Gaststätten sollten nach Ansicht von Christoffers und Hütte verstärkt auf Qualität setzen. Nur der zufriedene Gast komme wieder nach Brandenburg, sagte der Minister. (ddp/jjs/muc )
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